Ministerin Schenk würdigt kommunale Präventionsketten: "Nachhaltige Strukturen schaffen Chancen für Kinder und Familien"
Katharina Schenk, Schirmfrau des Programms „Thüringer Präventionsketten“, hat sich bei der Veranstaltung „Schirmfrau trifft Kommunen“ mit Koordinationskräften aus sechs Thüringer Landkreisen und Städten am Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE) ausgetauscht. Verlässliche Koordinierungsstrukturen über Zuständigkeitsgrenzen hinweg, Planungssicherheit und politische Unterstützung sind aus Sicht der beteiligten Kommunen entscheidend, um Präventionsketten nachhaltig zu verankern.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der Ausbau und die langfristige Sicherung von Präventionsketten in Erfurt, dem Wartburgkreis, dem Saale-Orla-Kreis, Schmalkalden-Meiningen, Jena und dem Landkreis Gotha. Die Teilnehmenden präsentierten Erfolge, teilten Erfahrungen und diskutierten aktuelle Herausforderungen. Katharina Schenk erhielt Einblicke in die Arbeit der Koordinierenden, wie Präventionsketten Familien sowie Kinder und Jugendliche mit passgenauen Angeboten derzeit unterstützen.
Die Ministerin würdigte das Engagement der Teilnehmenden und resümierte: „Damit die Nachhaltigkeit von Programmen gesichert werden kann, muss Prävention sichtbar gemacht werden. In Haushaltsplänen und Finanzdebatten sollte sie endlich als Teil der Lösung gesehen werden, nicht als zusätzlicher Kostenfaktor.“
Ein zentrales Anliegen der Koordinierenden war es zu betonen, dass Präventionsketten dazu beitragen, Ressourcen zu bündeln, Parallelstrukturen zu vermeiden und Familien, Kindern und Jugendlichen persönliche und niedrigschwellige Zugänge zu Unterstützung zu eröffnen. Voraussetzung dafür seien eine gemeinsame Haltung aller Beteiligten, die nur durch Dialog und Kommunikation über Fachbereiche und verschiedenen Handlungsebenen hinweg erwachsen kann.
Aus Sicht der kommunalen Vertreterinnen und Vertreter braucht es insbesondere Zeit, Planungssicherheit und verlässliche Koordinierungsstrukturen. Auch Rückhalt aus der Politik sei entscheidend. Wichtig sei zudem, dass die Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden als "kommunale Familie" zusammenarbeiten, die Führungsspitzen das gemeinsame Vorgehen stärken und eine benannte Stelle Verantwortung für die Koordination übernimmt. Der Austausch zwischen Landesebene und kommunaler Praxis solle deshalb ausgebaut werden.
In diesem Zusammenhang kündigte die Programmleiterin Dr. Heike Schaarschmidt ein weiteres Treffen zwischen Katharina Schenk und kommunalen Führungsspitzen am 13. Januar 2027 an. Dort soll der Dialog über erforderliche Rahmenbedingungen und die nachhaltige Verankerung von Präventionsketten fortgesetzt werden.
Hintergrund: Programm „Thüringer Präventionsketten“
Mit dem Programm „Thüringer Präventionsketten“ unterstützt das prozessbegleitende Institut für kommunale Planung und Entwicklung e.V. (IKPE), An-Institut der Fachhochschule Erfurt, im Auftrag des TMSGAF und der Auridis Stiftung Thüringer Landkreise und kreisfreie Städte. Ziel ist es, bedarfsorientierte Präventionsnetzwerke für ein gelingendes Aufwachsen aller Kinder auszubauen. Hierbei spielt die Zusammenarbeit von Akteurinnen und Akteuren über Zuständigkeits- und Institutionsgrenzen hinweg eine zentrale Rolle.
Vorhaben der Thüringer Präventionsketten werden gefördert durch die Auridis Stiftung und den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus über die Sozialstrategierichtlinie

Bildquelle: IKPE e.V.