Abschluss der Jugendamtsleitungs-Fortbildungsreihe
Zusammen mit den Thüringer Jugendamtsleitungen hat das IKPE, unter Leitung von Dr. Heike Schaarschmidt und Prof. Jörg Fischer, und den Referenten Sarah Wagner und Sven Braune von Kommune 360°, Ende Oktober unser drittes Modul der Weiterbildung durchgeführt. Entspannt beherbergte uns das Allianzhaus in Bad Blankenburg wieder und bot einen Rahmen, um kreativ ins Reflektieren zu kommen. Zu Beginn gestaltete jede und jeder eine Vision von einem zukunftsorientierten Haus eines Jugendamtes. Mit Hilfe von Lego-Bausteinen wurde gebaut und siehe da, ob bewusst oder unbewusst, fanden die Vorstellungen von der eigenen Rolle, dem Selbstbild und dem eigenen Führungsverständnis konkrete Ausdrucksformen in einer Architektur, die nicht nur baulich, sondern auch als Prozessarchitektur zu erkennen war. In kleinen Runden folgte dann die Reflexion, wie kann die Vision in Realität überführt werden und was braucht es dazu. Ein gelungener Austausch, um die Alltagspfade zu verlassen und neue Perspektiven einzunehmen.
In diesem Sinne gestalteten sich auch die beiden Tage: Veränderungsräume zu erkennen und zu gestalten. Mit verschiedenen Instrumenten wurden Perspektivenwechsel und Narrationen erprobt, um sich erste Schritte für Veränderungsvorhaben bewusst zu machen, sie vor zudenken, eigene Schranken dabei zu erkennen und aufzulösen. Und mit welchem Habitus nähere ich mich ihnen an? Veränderung aus der Position, gegen den Drachen zu kämpfen "Fighting the Dragon", um Krisen und Bedrohungen abzuwenden, oder aus der Position "Winning the Princess", eine gemeinsam getragene positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln, um Energien im Team zu mobilisieren, bspw. mit Visionen "vom Kind auszugehen"? Es blieb bis zum letzten Moment spannend und "Mut für neue Lösungswege".
Nach erfolgreichen insgesamt sechs Tagen der Jugendamtsleitungs-Fortbildungsreihe gab es am Ende natürlich auch eine Reflexionsphase, in der im Konsens festgehalten wurde, eine Fortsetzung soll folgen. Die Gruppe ist zusammengewachsen, es hat sich Vertrauen entwickelt; nur auf dieser Basis war es möglich, sich auch zu schwierigen Fragen zu öffnen und darüber zu sprechen. Und dafür danken wir allen Mitwirkenden! Mit den Worten "Insgesamt ein tolles Format, was den Amtsleitungen sehr gut tut und die Kooperation befördert.“ haben wir uns verabschiedet und vereinbart, Möglichkeiten zu suchen, dieses "sinnvolle und wertvolle Format fortzuführen". In diesem Sinne, auf zu neuen Ufern (oder Wegen)!
Wir danken der Auridis Stiftung für die Finanzierung dieses wertvollen Angebots und Kommune 360° für die gemeinsame Umsetzung der Fortbildungsreihe.
Bildquellen: IKPE e.V.